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Das Heilen mit Händen war schon immer Bestandteil vieler Kulturen in aller Welt. Was tun wir bei Kopfschmerzen? Wir reiben und drücken mit den Händen ganz instinktiv an der schmerzenden Stelle und verschaffen uns dadurch Erleichterung. Aus diesen Erfahrungen entstanden viele östliche Heilmethoden wie Akupunktur, Akupressur, Massagen und auch Shiatsu. All diese Methoden wurden nicht wissenschaftlich im Labor entwickelt, sondern basieren rein auf praktischen Erfahrungen, die östliche Therapeuten und Ärzte in tausenden von Jahren erforschten und an nächste Generationen weitergegeben haben.

Betrachten wir nur die körperliche Struktur, so wird im Laufe der Behandlung über unterschiedlich tiefes Einsinken das Bindegewebe der Unterhaut und zwischen den Muskeln und Organen erreicht. Die medizinische Erforschung des Bindegewebes steht erst in jüngster Zeit vermehrt im Interesse der Wissenschaft. Hier befinden sich viele Nervenendigungen, finden Transportvorgänge, Stoffwechselleistungen und Abwehrreaktionen statt. Es durchzieht den gesamten Körper als verbindendes Element. Wenn auch noch nicht komplett verstanden, ist es doch naheliegend, dass über diesen wichtigen Kommunikationsort der Zellen von außen gesetzte Reize Auswirkungen auf den gesamten Körper haben.

Im Shiatsu wird der Mensch als Teil seiner Umwelt gesehen, mit der er in Wechselwirkung steht. Körper und Geist bilden eine Einheit, deren harmonisches Zusammenwirken durch Energien entsteht und erhalten wird. Diese Lebensenergie wird im japanischen „Ki“ genannt, meist als „Lebenskraft“ übersetzt. Die körperliche, seelische und geistige Befindlichkeit ist demnach Ausdruck der Verteilung und des Flusses dieser Lebenskraft.